Ein Leben mit reduzierter Bewusstheit führt (un?)-willkürlich zum Verlust der Eigenkompetenz und automatisch zur Unzufriedenheit. Jeder wirkliche Lernvorgang, resultiert aus Bewusstheit und Wiederholung. Wissensanhäufung ist lediglich Archivierung von z.B. Methodik, Recht, Empfehlung, Absprachen und Vorschriften. Bewusstheit wird meist erst dann dringend, wenn das Schöpfen aus dem Archiv in die eigene prekäre Lebens-Situation geführt hat. Unzufriedenheit allein ruft selten Bewusstheit auf, denn aus dem Archiv lassen sich scheinbar geniale Konzepte schöpfen. Funktioniert dies nicht, fragen wir nach Experten und suchen nach Empfehlungen (meist aus den Archiven anderer). Dies bedeutet Verzicht auf eigene Bewusstheit.

Ganz anders verhält es sich bei Unerträglichkeit. Unerträglichkeit tritt dann auf, wenn Archiv (Autoritäten) keine Lösung aufzeigen. Dann empfinden wir unsere Betroffenheit als Schmerz mit dem wir allein gelassen sind. Der Schmerz trifft uns überraschend und wir finden kein Konzept. Ist die eigene Bewusstheit abtrainiert und sind wir nur richtig, wenn wir uns an Absprachen halten, uns an unserem Wissen halten und die wichtige Frage nach der Ich-Identifikation gar daran orientiert, ist es völlig ausgeschlossen Bewusstheit als „sinnvolles Programm“ anzuerkennen (selbstredend unbewusst). Eine bewusste Wahrnehmung unserer gesamten Situation die uns automatisch den nächsten möglichen Schritt aufzeigt, ist also nur zwangsfrei (bzw.in relevanter Zwangsreduzierung) möglich. Jede dieser Situationen bietet die einmalige Chance unser Sicherheitsbedürfnis, unsere Ängste genauestens zu betrachten. Wiederholen wir den Vorgang von Betrachten und Bewusstwerdung (Erkennen!) bedeutet dies automatisch einen Lernvorgang für uns. Jener wird in diesem Moment als primäres Programm von uns akzeptiert. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: